Text: Ilija Matusko, Camera Austria
22×28,4 cm, 36 Seiten, klebegebunden
In ihrer dreiteiligen Arbeit „Soziale Gerechtigkeit“ untersucht Susanne Keichel das Thema soziale (Un-)Gleichheit anhand der sich überschneidenden Bereiche Bildung, sozialer Herkunft und Arbeitswelt. Diese Bereiche bilden eine Umlaufbahn die schwer zu verlassen ist: Auf eine bestimmte soziale Herkunft folgen meist bestimmte Bildungsabschlüsse und schließlich bestimmte Berufe. Nach dem Teil „Schule“ zeigt Susanne Keichel jetzt einen Ausschnitt aus dem zweiten Teil „Arbeit“. Dieser setzt am Übergang von Schule zu Beruf an. Die Bilder entstanden in einem Jugendberufshilfezentrum in Duisburg. „Susanne Keichel verzichtet auf heroische oder dramatische Gesten und deckt stattdessen strukturelle Ungleichheiten und gesellschaftliche blinde Flecken auf. Sie untersucht, wie der Wert und die Würde der Arbeit gesellschaftlich verteilt, politisch ausgehandelt und visuell kodiert werden. Ihre Bilder schaffen so einen Raum für kritische Reflexion, in dem Fragen der Teilhabe, der sozialen Sicherheit und der Gerechtigkeit neu aufgeworfen werden.“ (Anna Voswinckel)
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